Der Antrieb von Nockenwellen in Verbrennungsmotoren durch eine Kette hat bereits eine lange Geschichte. Dennoch kommen Steuerketten in modernen Motoren mehr und mehr zu Einsatz. Der Grund hierfür ist, dass Steuerkettentriebe den Anforderungen von heute und morgen bestens gewachsen sind.
Steuerkettentriebe zeichnen sich aus durch:
Je nach Anwendungsfall kommen Ketten mit unterschiedlichen Teilungen sowie Bauarten zum Einsatz. Kettenspannelemente, die meist hydraulisch gedämpft sind, sorgen dafür, dass trotz ungleichförmig drehender Kurbelwelle und wechselnden Antriebsmomenten der Nockenwelle(n) die Kette kontrolliert und ruhig läuft. Toleranzen des Motors sowie temperaturbedingte Geometrieänderungen werden durch die Spanner ebenso ausgeglichen wie Verschleiß der Kette und die elastische Längung, welche durch hohe dynamische Lasten hervorgerufen wird. Die Ketten laufen in den freien Trümern über Spann- und Führungsschienen, die während der Entwicklungsphase durch geeignete Wahl von Material und Geometrie an die Anforderungen angepasst werden müssen. Kettenräder unterschiedlicher Größe und Gestaltung sorgen für das richtige Übersetzungsverhältnis, bei Bedarf auch für eine Drehrichtungsumkehr.