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Schaeffler Gruppe Industrie: Wälzlager-Prüfzentrum Bahn für russischen Markt akkreditiert

Auf den Bahnlager-Prüfständen der Schaeffler Gruppe Industrie müssen die Lager ihre Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen unter Beweis stellen. Spezielle Radsatzlagerprüfstände können Fahrgeschwindigkeiten bis 500 km/h simulieren, auf weiteren Prüfständen werden radiale und axiale Belastungen, Betriebstemperaturen, Fettgebrauchsdauer oder Spritzwasserdichtheit untersucht.

 
KONTAKT

Martin Adelhardt
Leiter Kommunikation
Schaeffler Gruppe Industrie

Schaeffler GmbH
Georg-Schäfer-Straße 30
97421 Schweinfurt

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Fax +49 9721 91-3375

Martin Adelhardt

2011-08-05 | 000-002-994 DE-DE
SCHAEFFLER GMBH, SCHWEINFURT

Bahntechnik: Weiterer Kompetenzbeweis für Schaeffler Gruppe Industrie

Wälzlager-Prüfzentrum Bahn für russischen Markt akkreditiert



Das Wälzlager-Prüfzentrum Bahn der Schaeffler Gruppe Industrie in Schweinfurt ist jetzt eines von weltweit nur zwei Laboren außerhalb Russlands, die berechtigt sind, Prüfungen für Wälzlager durchzuführen, die in Transportmitteln für die Russische Föderation zum Einsatz kommen. Diese müssen nach russischem Gesetz zertifiziert sein. Die entsprechenden Zertifizierungsprüfungen dürfen ausschließlich von akkreditierten Prüfzentren nach den geltenden Forderungen durchgeführt werden.

Um die Akkreditierung zu erhalten, arbeiteten das Branchenmanagement Bahn und die Zentrale Technik der Schaeffler Gruppe über einen Zeitraum von zwei Jahren eng mit Vertretern der Russischen Föderation zusammen. Nach der erfolgreichen Akkreditierung starten nun die ersten Zertifizierungen mit FAG TAROL-Lagern für das Siemens-Projekt „DESIRO RUS“, dessen Inbetriebnahme zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotchi geplant ist. Darüber hinaus werden FAG-Zylinderrollenlager für 200 Zweisystem-Lok des Typs EP20 zertifiziert, die ebenfalls für den russischen Markt bestimmt sind.

Im Prüfzentrum Bahn am Standort Schweinfurt verfügt die Schaeffler Gruppe Industrie über eine Reihe von Prüfständen zur Beurteilung des Leistungsvermögens von Radsatzlagern für Bahnanwendungen. Auf speziellen Radsatzlagerprüfständen können Fahrgeschwindigkeiten bis 500 km/h simuliert werden. Alle Prüfstände ermöglichen Testläufe entsprechend den Vorgaben der Europäischen Norm 12082. Die gemäß dieser Norm durchgeführten Funktionsprüfungen dienen als Nachweis für die Einsatzfähigkeit der Radsatzlager im realen Fahrbetrieb.

Beispielsweise werden mit dem Bahnlager-Prüfstand AN55 in erster Linie zweireihige Kegel- und Zylinderrollenlager in Originalgehäusen geprüft. Das mit konstanter Radiallast und wechselnder Axiallast gefahrene System liefert Daten über das Verhalten der Lager unter radialen und axialen Belastungen, Betriebstemperaturen, und Fettgebrauchsdauer. Da die Fahrtwind-Kühlung der Radsatzlagergehäuse – und damit der Lager – die Fettgebrauchsdauer erheblich beeinflusst, ist der Prüfstand mit einer Fahrtwind-Simulationsanlage ausgestattet, die Windgeschwindigkeiten bis 10 m/s erzeugt.

Mit einem anderen Prüfstand werden die Radsatzlager zusammen mit dem Originalgehäuse auf Spritzwasserdichtheit untersucht. Dazu wird das im Gehäuse montierte Radsatzlager sowohl im Stillstand als auch unter simulierten Fahrbedingungen ständig mit Wasser besprüht. Nach den verschiedenen Prüfabschnitten darf kein Wasser in den abgedichteten Raum eingedrungen sein.